{"id":9681,"date":"2022-11-10T17:17:00","date_gmt":"2022-11-10T16:17:00","guid":{"rendered":"https:\/\/sylb.eu\/?p=9681"},"modified":"2022-11-10T19:25:11","modified_gmt":"2022-11-10T18:25:11","slug":"dubinski-dubinski","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/zora-mediaart.de\/sylb\/dubinski-dubinski\/","title":{"rendered":"Dubinski \u2013 Dubinski"},"content":{"rendered":"\n<p>Die Geschichte der Band <strong>Dubinski<\/strong> startet eigentlich eher wie ein M\u00e4rchen. Es waren einmal\u2026 Vier Br\u00fcder, die im l\u00e4ndlichen Schottland aufwachsen, und die neben den \u00fcblichen Reibereien unter Br\u00fcdern eins einte, n\u00e4mlich die Suche nach einem mehr oder weniger sinnvollen Hobby. Einer fing an, Musik zu machen, und die drei anderen folgten nacheinander seinem Beispiel. Da war die Band schnell gegr\u00fcndet. Zun\u00e4chst hatten sie nur Coversongs im Programm, die sie in der \u00f6rtlichen Konzerthalle spielten. Aber das war ihnen nicht genug, und so schrieben sie eigene Songs. Irgendwann zog es sie nach Edinburgh, wo sie sich mit einigen widrigen Umst\u00e4nden arrangiert. Aber sie gaben nicht auf und wurden dann irgendwann eingeladen, bei Schottlands wichtigstem Forum f\u00fcr kreative K\u00fcnste zu spielen, dem <strong>XPO North<\/strong> in Inverness. Dort wurden sie von den bekannten Produzenten <strong>Mike Horner<\/strong> (<strong>Yonaka<\/strong>, <strong>Franz Ferdinand<\/strong>, <strong>Hot Chip<\/strong>) und <strong>Robbie Nelson<\/strong> (<strong>Beck<\/strong>, <strong>Jarvis Cocker<\/strong>, <strong>Rolling Stones<\/strong>) entdeckt, die die Jungs sofort zu sich einluden. Der Rest der Geschichte w\u00e4re dann ziemlich z\u00fcgig erz\u00e4hlt, aber widmen wir uns dem Resultat dieser denkw\u00fcrdigen Einladung in die <strong>RAK Studios<\/strong> in London, n\u00e4mlich dem Deb\u00fctalbum <strong>Dubinski<\/strong>.<br><br>Nachdem bereits vier Singles ver\u00f6ffentlicht wurden, n\u00e4mlich <strong>MTSB<\/strong>, <strong>Soothsayer<\/strong>, <strong>Beyond Me<\/strong> und <strong>Fall Right In The Grave<\/strong>, gibt&#8217;s jetzt weitere zehn Songs, die die 14 St\u00fccke umfassende Trackliste des Deb\u00fctalbums <strong>Dubinski<\/strong> auf eine Spielzeit von ungef\u00e4hr 45 Minuten bringen. Ver\u00f6ffentlicht wird das Album \u00fcber <strong>Gnu Roam<\/strong> und <strong>Kartel Music Group<\/strong> und wird Freunden des Indierock sicherlich in dieser immer dunkler werdenden Jahreszeit ein anheimelndes Licht in die Bude bringen.<br><br>Auch wenn es in der Infobox nirgends steht, arbeiten <strong>Dubinski<\/strong> in ihren Songs auch mit einigen elektronischen Elementen, die manchmal klingen, wie direkt aus den 60ern oder 70ern in die heutige Zeit katapultiert. Auch die Gitarren verspr\u00fchen des \u00d6fteren mal den Charme dieser Jahrzehnte, aber das hei\u00dft nicht, dass die Songs altbacken klingen. Ich muss trotzdem manchmal an Bands wie <strong>Maximo Park <\/strong>oder <strong>The Last Shadow Puppets<\/strong> denken, die in den 2010ern mit ihren Alben einigen Staub aufwirbelten und sich mit ihrer Musik zwischen New Wave, Garagerock, Britpop und Alternative Rock bewegten. Irgendwo zwischen diesen Genres finden sich auch <strong>Dubinski<\/strong>, die mit den 14 Songs auf jeden Fall eine gro\u00dfe stilistische Bandbreite an den Tag legen und mit einer Leichtigkeit aufspielen, die wohl nur Bands zeigen, die nicht mit, sondern f\u00fcr die Musik leben.<br><br>Da auf einzelne Songs einzugehen, ist schwierig bis unm\u00f6glich. Aber gleich mit dem Songtitel selbst ist mir <strong>Gotta Get Out Of This Place<\/strong> aufgefallen. Das sangen die <strong>Animals<\/strong> bereits im Jahr 1965, und zumindest im Chorus n\u00e4hern sich <strong>Dubinski<\/strong> den britischen Kollegen doch ein wenig an. Auch der ein wenig mit Blues Rock-Elementen spielende Track <strong>Bad Talking Sister<\/strong> l\u00e4sst aufhorchen. In die Mitte des Albums haben <strong>Dubinski<\/strong> eine (Halb-)Ballade, n\u00e4mlich <strong>Different Worlds<\/strong>, und eine Ballade, <strong>Shook The Blues Away<\/strong>, gepackt, kehren aber gleich mit dem folgenden <strong>All Fired Up<\/strong> zur\u00fcck zum Midtempo Indierock, der das Album \u00fcberwiegend pr\u00e4gt. Uptempo k\u00f6nnen die Jungs aber auch, wie sie mit dem bereits genannten <strong>Gotta Get Out Of This Place<\/strong> oder <strong>Beyond Me<\/strong> beweisen. <strong>Hole In The Head<\/strong> geht im Chorus fast schon ein wenig in Richtung Punk Rock, w\u00e4hrend die Jungs in <strong>Body On The Tracks<\/strong> die Gitarren auch mal eine Zeitlang aus der Hand legen und den Gesang stattdessen vom Piano begleiten lassen. Mein Favorit ist aber neben <strong>Fall Right In The Grave<\/strong>, der mich ein wenig an alte <strong>Muse<\/strong>-Glanzzeiten erinnert, tats\u00e4chlich der letzte Song <strong>There After Now<\/strong>. Nur Gitarre und Gesang, das Ganze ein wenig in Richtung Country-\/Blues Rock gehend, das h\u00e4tte gern was l\u00e4nger sein d\u00fcrfen als nur die 1:44 Minuten.<br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Geschichte der Band Dubinski startet eigentlich eher wie ein M\u00e4rchen. Es waren einmal\u2026 Vier Br\u00fcder, die im l\u00e4ndlichen Schottland aufwachsen, und die neben den \u00fcblichen Reibereien unter Br\u00fcdern eins einte, n\u00e4mlich die Suche nach einem mehr oder weniger sinnvollen Hobby.<\/p>\n","protected":false},"author":23,"featured_media":9682,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[28,26],"tags":[1020,1022,351,564,1023,1021],"class_list":["post-9681","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-eps-alben","category-review","tag-dubinski","tag-gnu-roam","tag-indierock","tag-jopr","tag-kartel-music-group","tag-schottland","wpbf-post"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/zora-mediaart.de\/sylb\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9681","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/zora-mediaart.de\/sylb\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/zora-mediaart.de\/sylb\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/zora-mediaart.de\/sylb\/wp-json\/wp\/v2\/users\/23"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/zora-mediaart.de\/sylb\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=9681"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/zora-mediaart.de\/sylb\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9681\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9778,"href":"https:\/\/zora-mediaart.de\/sylb\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9681\/revisions\/9778"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/zora-mediaart.de\/sylb\/wp-json\/wp\/v2\/media\/9682"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/zora-mediaart.de\/sylb\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=9681"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/zora-mediaart.de\/sylb\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=9681"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/zora-mediaart.de\/sylb\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=9681"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}