{"id":9037,"date":"2022-09-26T18:27:26","date_gmt":"2022-09-26T16:27:26","guid":{"rendered":"https:\/\/sylb.eu\/?p=9037"},"modified":"2022-09-26T18:27:28","modified_gmt":"2022-09-26T16:27:28","slug":"divinations-transcendence-of-time","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/zora-mediaart.de\/sylb\/divinations-transcendence-of-time\/","title":{"rendered":"Divinations \u2013 Transcendence Of Time"},"content":{"rendered":"\n<p>Manche Bands orientieren sich ja im Laufe der Zeit das ein oder andere Mal um. So war es wohl auch bei <strong>Divinations<\/strong>. Mit einer etwas anderen Besetzung waren sie im Jahr 2018 unter dem Namen <strong>Eve And Ink<\/strong> aktiv und haben damals eine EP und im Jahr 2019 noch eine Single ver\u00f6ffentlicht. Dann stie\u00df <strong>Zac<\/strong> zur Band, und die Jungs entschlossen sich, neue musikalische Wege einzuschlagen. Als <strong>Divinations<\/strong> sollte es weitergehen, und das Songwriting f\u00fcr <strong>Transcendence Of Time<\/strong> startete. Und nachdem wir ja schon \u00fcber den Song <strong>Magnolia<\/strong> berichtet hatten, den <strong>Divinations<\/strong> als f\u00fcnfte und letzte Single vorab ver\u00f6ffentlicht hatten, hat jetzt auch endlich dieses Deb\u00fctalbum <strong>Transcendence Of Time<\/strong> das Licht der Welt erblickt. Das kommt mit seinem Intro, zehn regul\u00e4ren Tracks und zwei Interludes auf ungef\u00e4hr 48 Minuten Spielzeit. Nach dem ersten H\u00f6rdurchlauf bin ich erstmal ziemlich platt, denn <strong>Divinations<\/strong> sind eine Metalcore-Dampframme, die alles niederm\u00e4ht, was sich trotzig die Kopfh\u00f6rer aufsetzt und den Lautst\u00e4rkeregler nach oben schiebt.<br><br>Zeit verlieren sie auch nicht mit ihrem Intro, wobei sie dem Track <strong>An Incantation For Eternal Resurrection<\/strong> trotzdem um die 2:30 Minuten geben. Nur mit Cello und Drums kommt er sehr ruhig daher und leitet \u00fcber in <strong>Unison<\/strong>. Und fast scheint es, als ob <strong>Divinations<\/strong> das Album mit einem Sprint starten wollen, denn (nicht nur) bei <strong>Unison<\/strong> bewegen sich die Jungs im Uptempo. In krassem Kontrast zu den Strophen, die tief im Metalcore verwurzelt sind, steht der fast schon poppige Chorus. Hier gibt&#8217;s auch zum ersten Mal den tollen Klargesang auf die Ohren. Auch mit dem ersten sehr coolen Gitarrensolo wartet der Song auf, und die tollen Twin Guitars flie\u00dfen f\u00f6rmlich wie Honig durch die Geh\u00f6rg\u00e4nge. Beim folgenden <strong>The Escapist<\/strong> denke ich dann zum ersten Mal in den Strophen mit dem sehr coolen Bass-Spiel auch ein wenig an die Band <strong>Korn<\/strong>. Auch hier kann man sehr sch\u00f6n den Aufbau Strophe \u2013 Pre-Chorus \u2013 Chorus verfolgen und auch h\u00f6ren, dass sich die Jungs beim Songwriting jedem Part mit der gleichen Sorgfalt gewidmet haben. Da ist Abwechslung garantiert.<br><br>Zu <strong>Magnolia<\/strong> hatten wir ja bereits in unserer <a href=\"https:\/\/zora-mediaart.de\/sylb\/divinations-veroeffentlichen-mit-magnolia-den-fuenften-song-vom-kommenden-album\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">News<\/a> vom 27.08. was geschrieben. Hier konnten <strong>Divinations<\/strong> f\u00fcr die Clean Vocals <strong>Jules<\/strong> von <strong>Neverland In Ashes<\/strong> gewinnen und warten auch mit einem sehr geilen Breakdown auf. Und dann kommt mit <strong>A Dirge For Hell-Bent Martyrs<\/strong> schon das erste ruhige Interlude. Das nimmt im Grunde den Faden aus dem Intro auf und punktet mit einem sch\u00f6nen Keyboardspiel, um das herum sich so langsam ein symphonisches Orchester aufbaut. Durchschnaufen ist da angesagt, denn mit <strong>Retrograde<\/strong> ziehen <strong>Divinations<\/strong> den n\u00e4chsten Pfeil aus dem K\u00f6cher. War mir bei <strong>The Escapist<\/strong> noch der Name <strong>Korn<\/strong> durchs Hirn geschossen, ploppt hier w\u00e4hrend der Bridge eher <strong>Meshuggah<\/strong> auf. Sehr geiles Gitarrenspiel! Auch bei <strong>Altschmerz<\/strong> bleibt der Tachograph eher im roten Bereich, langsam scheint das Ding von <strong>Divinations<\/strong> nicht zu sein. Die Clean Vocals dieses Mal ein wenig tiefer, teilen sie sich auch hier den Chorus mit den Shouts. Und wieder diese wunderbaren Twin Guitars.<br><br>Was das Thema Strophe \u2013 Pre-Chorus \u2013 Chorus anbelangt, biegen <strong>Divinations<\/strong> bei <strong>Eternal<\/strong> mal auf eine andere Schiene ab. Ganz ohne Clean Vocals ist dieser Song angelegt und pr\u00e4sentiert einen mit breiter Brust im Midtempo vor sich hin stampfenden Chorus. Auch bei diesem Song muss ich ein wenig an <strong>Korn<\/strong> denken. <strong>Chaos<\/strong> ist zwar nicht wirklich chaotisch, kommt aber mit sehr krassen Riffs und Licks daher und zeigt, dass <strong>Divinations<\/strong> nicht vergessen haben, wie ein sehr gediegener Breakdown zu klingen hat. Dann steht auch schon die n\u00e4chste Erholungspause an, auch das zweite Interlude <strong>A Ritual Towards The Transience<\/strong> l\u00e4sst ein symphonisches Orchester erklingen, w\u00e4hrend im Hintergrund das Ticken einer Uhr zu h\u00f6ren ist. Das passt ja zum Thema, denn &#8222;transience&#8220; bedeutet &#8222;Verg\u00e4nglichkeit&#8220;. Und um die erkalteten Muskeln nicht gleich wieder zu belasten, bewegt sich <strong>Kali Yuga<\/strong> eher im Midtempo. Mit dem Track bin ich auch nach dem dr\u00f6lfzigsten H\u00f6ren nicht warm geworden, aber ein Filler ist er trotzdem definitiv nicht. <br><br>Wie schon <strong>Eternal<\/strong> kommt auch der vorletzte Song <strong>Abysswalker<\/strong> ohne Clean Vocals aus. Ein letztes Mal wird ordentlich Tempo aufgenommen, bevor <strong>A Haunted Soul<\/strong> startet. Bei dem Titel hatte ich ja bef\u00fcrchtet, dass <strong>Divinations<\/strong> noch eine Ballade liefern. Und er startet auch sehr ruhig mit Streichern und so einer Art Sprechgesang. Aber als Ballade w\u00fcrde ich den Song nicht bezeichnen, auch wenn er mit einem Wechsel zwischen Down- und Midtempo das Album f\u00fcr <strong>Divinations<\/strong>-Verh\u00e4ltnisse ruhig ausklingen l\u00e4sst.<br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dann stie\u00df Zac zur Band, und die Jungs entschlossen sich, neue musikalische Wege einzuschlagen. 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