{"id":8618,"date":"2022-08-23T17:40:00","date_gmt":"2022-08-23T15:40:00","guid":{"rendered":"https:\/\/sylb.eu\/?p=8618"},"modified":"2022-08-23T18:58:52","modified_gmt":"2022-08-23T16:58:52","slug":"among-the-accursed-low-spirits","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/zora-mediaart.de\/sylb\/among-the-accursed-low-spirits\/","title":{"rendered":"Among The Accursed \u2013 Low Spirits"},"content":{"rendered":"\n<p>Fr\u00fcher war es eigentlich so, dass ich zuf\u00e4llig auf einen Song oder ein Album einer Band stie\u00df und sie dann vielleicht irgendwann mal live erlebte. Mittlerweile entdecke ich Bands eigentlich \u00fcberwiegend bei irgendwelchen Shows, und kurze Zeit sp\u00e4ter ver\u00f6ffentlichen sie dann eine EP oder ein Album. So geht es mir auch mit <strong>Among The Accursed<\/strong>. W\u00e4hrend ihres Auftritts bei der <strong><a href=\"https:\/\/zora-mediaart.de\/sylb\/core-explosion-iv-am-11-06-2022-im-multikulti-dueren\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Core Explosion IV<\/a><\/strong> im Juni im <strong>MultiKulti<\/strong> in D\u00fcren habe ich die Jungs entdeckt. Da haben sie schon Songs vom Album <strong>Low Spirits<\/strong> gespielt, nun ist das Teil endlich ver\u00f6ffentlicht. Und dem h\u00f6rt man, soviel kann ich schon verraten, definitiv an, dass die Jungs kein unbeschriebenes musikalisches Blatt sind. Denn auch wenn es <strong>Among The Accursed<\/strong> noch gar nicht allzu lange gibt, waren sie auch vorher schon in der Szene unterwegs, ein Teil der Band zum Beispiel bei <strong>Ghost Empire<\/strong>.<br><br>Als Alternative Metal bezeichnen die f\u00fcnf ihren Stil. Das ist ja eine sehr gro\u00dfe Spielwiese, und auf der toben sich <strong>Among The Accursed<\/strong> tats\u00e4chlich nach Herzenslust aus. Damit gestalten sie die ungef\u00e4hr 47 Minuten, auf die es die 11 Songs bringen, sehr abwechslungsreich. Dass die Instrumentenfraktion technisch sehr versiert ist, ist ja schon eine Grundvoraussetzung. Dass <strong>Among The Accursed<\/strong> neben <strong>Toby<\/strong> als klasse S\u00e4nger, der sowohl die Shouts als auch fast komplett die Clean Vocals beisteuert, mit <strong>Oli<\/strong> auch noch einen weiteren Clean S\u00e4nger am Start haben, ist f\u00fcr mich definitiv einer der ganz gro\u00dfen Pluspunkte. Und wenn <strong>Among The Accursed<\/strong> in vielen Songs das Schema &#8222;Shouts in den Strophen und Clean Vocals in den Refrains&#8220; durchziehen, ist das definitiv kein Manko. Im Gegenteil, anders w\u00fcrde es eher nicht passen. Und von diesem Schema weichen sie ja auch durchaus ab und testen, was geht.<br><br>&#8222;Von 0 auf 100 in 5 Sekunden&#8220; \u2013 so k\u00f6nnte man den Einstieg ins Album beschreiben. <strong>Accursed<\/strong> legt gleich mal ordentlich Tempo vor, und auch beim folgenden <strong>Longing For The Sun<\/strong> lassen die Jungs den Fu\u00df fest auf dem Gaspedal. Sehr cool das etwas gedrosselte Tempo im Chorus. Aber keine M\u00fcdigkeit vorsch\u00fctzen, <strong>Beneath My Skin<\/strong> prescht genauso vorw\u00e4rts und kann tats\u00e4chlich auch mit so etwas, wie einem Breakdown aufwarten. Einen kleinen Stilwechsel gibt&#8217;s mit <strong>Negativity<\/strong>, der kommt mit einer kleinen Schlagseite in Richtung Hard Rock daher, daf\u00fcr sorgen vor allem die sehr coolen Riffs. Auch sehr geil, wie angepisst <strong>Toby<\/strong> hier passend zum Songtitel klingt und durch die Strophen tobt! Mittlerweile sind wir schon bei Song Nummer 5 angekommen, und neben dem hohen Tempo, das <strong>Among The Accursed<\/strong> weiterhin halten, kann <strong>Drowning<\/strong> dann tats\u00e4chlich auch mal mit einem sehr gediegenen Gitarrensolo aufwarten. \u00dcberraschend ruhig klingt der Track mit <strong>Oli<\/strong>&#8217;s Gesang aus, und nach den letzten beiden S\u00e4tzen <em>&#8222;I am still not sorry, nothing goes without a fight&#8220;<\/em> muss ich tats\u00e4chlich erstmal die Pause-Taste dr\u00fccken.<br><br>Bei einem Songtitel wie <strong>Rotten<\/strong> bietet es sich nat\u00fcrlich an, hier die Shouts von <strong>Toby<\/strong> durchzuziehen. Wenn der <em>&#8222;can you feel my anger rise?&#8220;<\/em> raushaut, h\u00f6rt man am besten auf zu atmen! \ud83d\ude00 Und dann kommt mit <strong>The Unknown<\/strong> der zweitl\u00e4ngste Track des Albums. Der kratzt an der Sechs-Minuten-Marke und f\u00fchrt mit dem balladesken Intro zun\u00e4chst ein wenig aufs falsche Gleis, die Ballade kommt n\u00e4mlich sp\u00e4ter. Hier geht&#8217;s irgendwie zwischen Mid- und Uptempo und mit sehr viel Groove weiter. Auch dieser Song kann mit einem Gitarrensolo aufwarten, das aber in ein ziemlich ruhiges Interlude eingebettet ist. Bei dem Titel des l\u00e4ngsten Songs, <strong>Heart Of Stone<\/strong>, vermute ich dahinter die Ballade, liege aber auch hier falsch. Den direkt nach <strong>The Unknown<\/strong> zu setzen, macht Sinn, denn auch <strong>Heart Of Stone <\/strong>wandelt irgendwie zwischen verschiedenen Tempi, kommt auch mit einem ruhigeren Interlude daher, bleibt dabei aber ebenfalls sehr eing\u00e4ngig. Und auch hier gibt&#8217;s l\u00e4ngere Instrumentalparts, in denen ich mich mal ausf\u00fchrlich dem K\u00f6nnen der vier Jungs um <strong>Toby<\/strong> widmen kann. Die Basedrum h\u00e4tte f\u00fcr mich gern ein wenig mehr Wums haben d\u00fcrfen, aber das sollte wohl so sein.<br><br>Nach dem drittl\u00e4ngsten Track des Albums, <strong>Rebirth<\/strong>, kommt dann mit <strong>Ode To Life<\/strong> die von mir schon erwartete Ballade. Als jemand, den nur ganz wenige Balladen wirklich packen k\u00f6nnen, schwebt mein Finger ja schon \u00fcber der Skip-Taste, aber zumindest ein Mal muss ich mir auch diesen Song nat\u00fcrlich komplett anh\u00f6ren. Und <strong>Among The Accursed<\/strong>, die sich in den restlichen ungef\u00e4hr 42 Minuten die Seele aus dem Leib rocken, zeigen mit genau dieser Ballade, dass sie tats\u00e4chlich tolle Songs schreiben k\u00f6nnen. <strong><strong>Ode To Life<\/strong> <\/strong>kommt zun\u00e4chst mal sehr reduziert daher und wird von <strong><strong>Toby<\/strong><\/strong>s tollen Clean Vocals wunderbar getragen. F\u00fcr die Idee, den Song nach einem gro\u00dfartigen Gitarrensolo dann langsam zu einer Powerballade aufzubauen, ziehe ich meinen imagin\u00e4ren Hut ganz tief. Und bei den Worten <em>&#8222;clinging to your hope, tomorrow will be fine. You are not alone, only in your mind&#8220;<\/em>, gefolgt von einem zweiten unfassbar geilen Solo, kriege ich zugegebenerma\u00dfen eine fette G\u00e4nsepelle.<br><br>Der letzte Track ist erreicht. Bei dem ruhigen Intro von <strong>Invaders<\/strong> denke ich ja, dass <strong>Among The Accursed <\/strong>noch eine zweite Ballade dranh\u00e4ngen. Aber hier holen sie noch einmal mit der gro\u00dfen Alternative Metal-Keule aus und lassen die tiefer gestimmten Gitarren mit der Bassgitarre um die Wette wummern.<br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als Alternative Metal bezeichnen die f\u00fcnf ihren Stil. Das ist ja eine sehr gro\u00dfe Spielwiese, und auf der toben sich Among The Accursed tats\u00e4chlich nach Herzenslust aus. 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