{"id":8365,"date":"2022-08-04T17:15:00","date_gmt":"2022-08-04T15:15:00","guid":{"rendered":"https:\/\/sylb.eu\/?p=8365"},"modified":"2022-08-03T19:24:06","modified_gmt":"2022-08-03T17:24:06","slug":"red-veil-origin-ep","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/zora-mediaart.de\/sylb\/red-veil-origin-ep\/","title":{"rendered":"Red Veil \u2013 Origin (EP)"},"content":{"rendered":"\n<p>Wenn ich mich recht entsinne, hatte ich schon mal in einem meiner Reviews geschrieben, wie unterschiedlich doch die Bandvorstellungen sind, die bei uns so auflaufen. Manche machen gar nicht viele Worte, da m\u00fcssen wir dann auch mal nachfragen, manche liefern zumindest gleich die Infos, die wir brauchen. Und dann gibt es da diese Bands, deren Vorstellungen so charmant und unterhaltsam geschrieben sind, dass ich sie immer wieder gern lese. Zu letzteren Bands geh\u00f6rt auf jeden Fall <strong>Red Veil<\/strong>, die mich sowohl mit ihrer Mail als auch dem beigef\u00fcgten Promo-Reader sehr beeindruckt haben. Aus Offenbach stammt das Quintett, das im Jahr 2019 seine Deb\u00fctsingle <strong>Stupid One<\/strong> ver\u00f6ffentlichte. Dann gab&#8217;s einige Besetzungswechsel, bevor <strong>Red Veil<\/strong> (zu dem Zeitpunkt noch als Quartett) mit den Arbeiten an <strong>Origin<\/strong> begannen. In diesem Jahr stie\u00df noch <strong>Julian Hirschm\u00fcller<\/strong> als zweiter Gitarrist zur Band.<br><br>Beim ersten Track <strong>Origin<\/strong> fallen mir zun\u00e4chst mal die coolen Backingtracks auf, die das Klangerlebnis fast auf Breitwandsound beamen. Im Downtempo kommt der Titeltrack der EP daher, und ich bin schockverliebt in den tollen Gesang von <strong>Valeska<\/strong>. Dass ihre Stimme in dem Klangkosmos, den die vier Jungs in <strong>Origin<\/strong> aufbauen, nicht untergeht, verdanken wir sicherlich nicht zuletzt einem hervorragenden Mix und Mastering. Der in der Bandvorstellung von <strong>Red Veil<\/strong> erw\u00e4hnte &#8222;leicht proggige Einschlag&#8220; tritt noch nicht allzu sehr in den Vordergrund, aber die Riffs sind schon mal sehr geil. Im Gegensatz zu <strong>Origin<\/strong> kommt <strong>Why<\/strong> fast schon puristisch und mit einem leicht jazzigen Einschlag aus den Startl\u00f6chern. Es scheint fast so, als ob man hier bei <strong>Red Veil<\/strong> noch unschl\u00fcssig war, was man aus dem Song machen k\u00f6nnte, denn er m\u00e4andert in der ersten H\u00e4lfte ein wenig vor sich hin, bevor <strong>Red Veil<\/strong> dann aber die Prog-, oder sollte ich besser sagen die Djent-Keule auspacken. Da muss ich unwillk\u00fcrlich an die alten Werke von <strong>Uneven Structure<\/strong> denken. Einen \u00e4hnlichen Ansatz verfolgen <strong>Red Veil<\/strong> beim folgenden <strong>Cataclysm<\/strong>. Das mag ein wenig langweilig klingen, aber auch dieser Song ist f\u00fcr sich gesehen ein gro\u00dfartiges St\u00fcck Alternative bzw. Progressive Metal, das sich hinter \u00e4hnlichen Werken der etablierten Bands definitiv nicht verstecken muss. Auch hier geht&#8217;s im letzten Drittel stark in Richtung Djent.<br><br>Die Songs werden nach und nach l\u00e4nger, und mit dem l\u00e4ngsten Song, <strong>The Stain<\/strong>, schlie\u00dft die EP leider schon. Hier k\u00f6nnen <strong>Red Veil<\/strong> auch gleich mit einem Feature aufwarten, denn neben <strong>Valeska<\/strong> steht <strong>Corbian<\/strong> am Mikrofon, der gro\u00dfartige Shouts abliefert. Ein Schelm, wer dabei an &#8222;Die Sch\u00f6ne und das Biest&#8220; denkt. \ud83d\ude00 Passend dazu legen <strong>Red Veil<\/strong> auch gleich mal mit einem ordentlichen Djent-Riff los, und lassen dann auch mal die Bassgitarre aus ihrem Schattendasein treten. Bei dem Rhythmus, den die Instrumentenfraktion vorgibt muss ich wieder mal an <strong>Uneven Structure<\/strong>, und besonders ihr Meisterwerk <strong>Frost\/Hail<\/strong> aus dem Jahr 2013, denken. Damit haben <strong>Red Veil<\/strong> mich dann komplett um den kleinen Finger gewickelt und ich h\u00e4nge (nicht nur deswegen) mit den Ohren fast in den Boxen. Gro\u00dfartig auch, wie pr\u00e4zise eine Gitarre teilweise in die Shouts von <strong>Corbian<\/strong> einsteigt, und so fast ein Duett entsteht. Nicht nur fast, sondern tats\u00e4chlich gibt&#8217;s dann auch ein Duett von <strong>Valeska<\/strong> und <strong>Corbian<\/strong>, und ich hoffe wirklich auf eine Wiederholung in mindestens einem der zuk\u00fcnftigen Songs! Abgesehen von einem ruhigen Interlude kurz vor Schluss ist <strong>The Stain<\/strong> also nicht nur der l\u00e4ngste, sondern auch der &#8222;h\u00e4rteste&#8220; Track der EP.<br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Beim ersten Track Origin fallen mir zun\u00e4chst mal die coolen Backingtracks auf, die das Klangerlebnis fast auf Breitwandsound beamen. 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