{"id":8117,"date":"2022-07-21T17:35:00","date_gmt":"2022-07-21T15:35:00","guid":{"rendered":"https:\/\/sylb.eu\/?p=8117"},"modified":"2022-07-21T17:08:08","modified_gmt":"2022-07-21T15:08:08","slug":"luzidity-forced-to-kill","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/zora-mediaart.de\/sylb\/luzidity-forced-to-kill\/","title":{"rendered":"Luzidity \u2013 Forced To Kill"},"content":{"rendered":"\n<p>Die Wurzeln von <strong>Luzidity<\/strong> sind lang und gehen tief, denn bereits vor zehn Jahren wurde die Band gegr\u00fcndet. Damals noch von <strong>Seve<\/strong> als Ein-Mann-Projekt geplant, fanden sich doch nach und nach Mitstreiter, die <strong>Luzidity<\/strong> zum Quartett anwachsen lie\u00dfen. Trotz einiger Wechsel im Bandgef\u00fcge schafften es die Jungs, das Album <strong>Artifice<\/strong> und die EP <strong>Necromanity<\/strong> zu ver\u00f6ffentlichen. <strong>Necromanity<\/strong> erschien im Jahr 2019, danach wurde es, zumindest nach au\u00dfen, ruhig um <strong>Luzidity<\/strong>. Am 25.05. habe ich sie entdeckt, als sie im <strong>AJZ Bahndamm<\/strong> in Wermelskirchen auf der B\u00fchne standen (meinen Bericht findet ihr <a href=\"https:\/\/zora-mediaart.de\/sylb\/metal-blare-out-resurrected-am-25-05-2022-im-ajz-bahndamm-wermelskirchen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">hier<\/a>). Mitte Juni meldeten sie sich mit der ersten Single vom neuen Album zur\u00fcck und k\u00fcndigten die Ver\u00f6ffentlichung von <strong>Forced To Kill<\/strong> via <strong>S.P.A.M. Indie Records<\/strong> f\u00fcr den 01.07. an. Wie schon in Wermelskirchen ist <strong>Gunner<\/strong> (der ehemalige S\u00e4nger von <strong>Luzidity<\/strong>) auch auf dem Album zu h\u00f6ren, n\u00e4mlich bei <strong>Railgrinder<\/strong> und dem Titeltrack <strong>Forced To Kill<\/strong>.<br><br>In den ungef\u00e4hr 40 Minuten, auf die die neun Songs kommen, machen <strong>Luzidity<\/strong> von Anfang an keine Gefangenen und werfen gleich alles in die Waagschale, was Black Metal, Death Metal und Thrash Metal zu bieten haben. Progressive Metal kann man auch noch nennen, und mit vielen Tempowechseln gespickt zeigt sich gleich der erste Song <strong>Nothing &amp; All<\/strong>. Streckenweise klingt es, als ob <strong>Luzidity<\/strong> nicht nur mit zwei, sondern mit wesentlich mehr Gitarren zu Werke gehen. Die kommen jedenfalls des \u00d6fteren mal mit sehr coolen Black Metal-Riffs um die Ecke, in den schnelleren Passagen gibt&#8217;s auch ordentlich Blastbeats auf die Ohren. Der Gesang von <strong>Seve<\/strong> geht in diesem Riffgewitter fast unter, aber ich denke, das ist gewollt, auch wenn sich das im zweiten Song \u00e4ndert. <strong>Ammunition<\/strong> besteht aus so vielen Tempo- und Rhythmuswechseln, dass ich das Headbangen irgendwann aufgebe. Und hatte ich in meinem Konzertbericht ja schon geschrieben, dass mir des \u00d6fteren mal das Wort &#8222;Hornissenschwarm&#8220; durch den Kopf schie\u00dft, kann ich das hier nahtlos \u00fcbernehmen. Auf die Idee, da dann gleich ein ziemlich krasses Gitarrensolo dranzuh\u00e4ngen, muss man aber erstmal kommen.<br><br>Nachdem die beiden ersten Songs eher in Richtung Black Metal gingen, werden die Gitarren f\u00fcr die beiden ultraschnellen Tracks <strong>Railgrinder<\/strong> und <strong>Forced To Kill<\/strong> tiefer gestimmt, und das Pendel schl\u00e4gt in Richtung (Technical) Death Metal aus. Da scheint sich nicht nur <strong>Gunner<\/strong>, der ja bei beiden Songs am Mikro steht, sondern auch die Instrumentenfraktion sauwohl zu f\u00fchlen. Bei den Riffs von <strong>Extinct &amp; Wasted <\/strong>muss ich an zwei Bands denken, die mit dem, was <strong>Luzidity<\/strong> machen, so gar nichts zu tun haben, n\u00e4mlich <strong>Deep Purple<\/strong> und <strong>Led Zeppelin<\/strong>. Zu denen kommen <strong>Luzidity<\/strong> immer mal wieder zur\u00fcck, aber zwischendrin packen sie auch des \u00d6fteren die Black Metal-Kelle aus. Sehr cooler Mix! Mit <strong>Soot<\/strong> kommt dann einer meiner Favoriten. Auch hier sind <strong>Luzidity<\/strong> schwarzmetallisch unterwegs, die Gitarren k\u00e4mpfen mit der Basedrum um die Vorherrschaft, aber die Tempowechsel halten sich im Rahmen.<br><br>Mit dem instrumentalen <strong>Tranceluzent II<\/strong> k\u00f6nnen <strong>Luzidity<\/strong> mich dann noch vollkommen \u00fcberraschen, denn da ist der Name fast schon Programm. Auf Gitarren, Bass und Drums wird nat\u00fcrlich nicht verzichtet, aber der Rhythmus, den Gitarre, Bass und Drums irgendwo im Hintergrund durchziehen, macht das Ganze tats\u00e4chlich fast schon tanzbar. Und das fast schon fr\u00f6hlich klingende Gitarrenspiel, mit dem der Song ausklingt, h\u00f6rt man sonst auf <strong>Forced To Kill<\/strong> auch eher nicht. Das folgende <strong>Eternal Night<\/strong> sticht ebenfalls ein wenig heraus, aber in eine ganz andere Richtung. Der eher schleppende Rhythmus wird zwar immer wieder von Double Base begleitet, aber erst zum Ende hin nimmt der Track dann noch ordentlich Fahrt auf und endet mit einem verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig langen Gitarrensolo. Mit dem l\u00e4ngsten Song schlie\u00dft <strong>Forced To Kill<\/strong> ab, <strong>Dead Ahead<\/strong> knackt die F\u00fcnf-Minuten-Marke. Im Chorus bauen <strong>Luzidity<\/strong> noch einmal eine ordentliche Wall Of Sound auf, bevor der Song in den letzten anderthalb Minuten instrumental mit s\u00fcdamerikanischen, akustischen Gitarrenkl\u00e4ngen ausklingt. Da haben <strong>Luzidity<\/strong> dann tats\u00e4chlich ganz zum Schluss noch einmal f\u00fcr einen Aha-Effekt gesorgt.<br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In den ungef\u00e4hr 40 Minuten, auf die die neun Songs kommen, machen Luzidity von Anfang an keine Gefangenen und werfen gleich alles in die Waagschale, was Black Metal, Death Metal und Thrash Metal zu bieten haben. Progressive Metal kann man auch noch nennen, und mit vielen Tempowechseln gespickt zeigt sich gleich der erste Song &#8222;Nothing &#038; All&#8220;. <\/p>\n","protected":false},"author":23,"featured_media":8118,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[28,26],"tags":[121,445,41,887,891,784,892,888],"class_list":["post-8117","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-eps-alben","category-review","tag-black-metal","tag-blackened-death-metal","tag-deutschland","tag-extreme-metal","tag-forced-to-kill","tag-luzidity","tag-s-p-a-m-indie-records","tag-technical-death-metal","wpbf-post"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/zora-mediaart.de\/sylb\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8117","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/zora-mediaart.de\/sylb\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/zora-mediaart.de\/sylb\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/zora-mediaart.de\/sylb\/wp-json\/wp\/v2\/users\/23"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/zora-mediaart.de\/sylb\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8117"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/zora-mediaart.de\/sylb\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8117\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8123,"href":"https:\/\/zora-mediaart.de\/sylb\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8117\/revisions\/8123"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/zora-mediaart.de\/sylb\/wp-json\/wp\/v2\/media\/8118"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/zora-mediaart.de\/sylb\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8117"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/zora-mediaart.de\/sylb\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8117"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/zora-mediaart.de\/sylb\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8117"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}