{"id":7906,"date":"2022-07-06T17:40:00","date_gmt":"2022-07-06T15:40:00","guid":{"rendered":"https:\/\/sylb.eu\/?p=7906"},"modified":"2022-07-06T17:56:40","modified_gmt":"2022-07-06T15:56:40","slug":"nether-between-shades-and-shadows","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/zora-mediaart.de\/sylb\/nether-between-shades-and-shadows\/","title":{"rendered":"Nether \u2013 Between Shades And Shadows"},"content":{"rendered":"\n<p>Gegr\u00fcndet wurde die belgische Band <strong>Nether<\/strong> vor noch nicht mal f\u00fcnf Jahren, n\u00e4mlich im Jahr 2019. Bereits im Folgejahr erschien via <strong>Art Gates Records<\/strong> das Deb\u00fctalbum <strong>Between Shades And Shadows<\/strong>. Die vier Bandmitglieder waren da aber schon keine Neulinge in der Black Metal Szene mehr, in der sie seit Jahrzehnten fest verwurzelt waren. Auch musikalisch bleiben sie in den tiefen Wurzeln des Black Metal, den sie aber immer mal wieder um melodische Passagen erg\u00e4nzen, um daraus ihren eigenen Sound zu formen. Jetzt fragt ihr euch wahrscheinlich, warum wir ein Review zu einem Album aus dem Jahr 2020 schreiben. Ganz einfach: das Album wurde jetzt von <strong>Schattenpfade<\/strong> in einer speziellen Vinyl-Edition, limitiert auf 108 Exemplare, erneut aufgelegt. In rauchgrau mit schwarzer Marmorierung kommt das gute St\u00fcck daher, was perfekt zum Cover passt. Und wie ich es ja schon in meinem <a href=\"https:\/\/zora-mediaart.de\/sylb\/ash-of-ashes-traces\/\">Review<\/a> zum <strong>Ash Of Ashes<\/strong>-Album <strong>Traces<\/strong> geschrieben hatte: wenn <strong>Adam<\/strong> von <strong>Schattenpfade<\/strong> mir etwas empfiehlt, greife ich bedenkenlos zu.<br><br>Wenn man sieht, dass <strong>Nether<\/strong> mit den acht Songs auf ungef\u00e4hr 37 Minuten Spielzeit kommen, kann man sich schnell ausrechnen, wie lang ungef\u00e4hr die einzelnen Tracks sind. Das ist bezeichnend f\u00fcr Werke der belgischen Schwarzmetaller, die sich nicht in ellenlangen Instrumentalpassagen ergehen, um die Songs k\u00fcnstlich zu verl\u00e4ngern. Sie kommen auf den Punkt, und wie das geht, beweisen sie gleich mit dem ersten Song. <strong>The Hand Of The Unspoken<\/strong> wurde damals als erste Single ausgekoppelt und ist der k\u00fcrzeste Track auf <strong>Between Shades And Shadows<\/strong>. Rasender, kompromissloser Black Metal, bei dem <strong>Nether<\/strong> nur ein paar Mal kurz mit dem Fu\u00df das Bremspedal antippen. Auch <strong>Mouths Sealed Clenched Fists<\/strong>, der zweitl\u00e4ngste Song auf dem Album, bewegt sich \u00fcberwiegend im h\u00f6heren Tempobereich, hier haben <strong>Nether<\/strong> aber ein paar Breaks eingebaut, um es nicht langatmig werden zu lassen. Die Gitarren klingen teilweise wie ein w\u00fctender Hornissenschwarm, und <strong>B<\/strong> d\u00fcrfte nach dem Einspielen dieses Tracks wahrscheinlich erstmal ins Sauerstoffzelt gegangen sein. Was der auf diesem Album an den Drums vollf\u00fchrt, ist, wie bei allen Extreme Metal-Drummern, echt bemerkenswert.<br><br>Nachdem auch bei <strong>Abandon<\/strong> nur der Gesang von <strong>J<\/strong> zu h\u00f6ren war, kommt beim folgenden <strong>To The Shores<\/strong> zum ersten Mal auch der zus\u00e4tzliche Gesang von <strong>P<\/strong> zum Einsatz. Der growlt eher, so dass seine Stimme tiefer ist als die von <strong>J<\/strong>. Sehr coole Kombination, k\u00f6nnten die M\u00e4nner gern \u00f6fters machen. <strong>Humanity&#8217;s Crescendo<\/strong> ist der zweite Track auf dem Album, mit dem <strong>Nether<\/strong> unter der Vier-Minuten-Marke bleiben. Eins der Riffs wird mir aber noch lange im Hirn bleiben. Nicht nur hier muss ich an den &#8222;mesopotamischen Metal&#8220; denken, wie <strong>Melechesh<\/strong> selbst das nennen, was sie zelebrieren. Nach einem der k\u00fcrzeren Tracks kommt mit <strong>The Blood Is Gone<\/strong> der l\u00e4ngste Song, der als einziger die Sechs-Minuten-Marke \u00fcberschreitet. Hier kommen die oben erw\u00e4hnten melodischen Passagen besonders zum Tragen, wobei es weniger bestimmte Passagen sind, sondern das tolle Spiel der Gitarren ist, das sich eher im melodischen Bereich bewegt. Im krassen Kontrast dazu stehen die Blastbeats. Das geht fast schon in Richtung <strong>Imperium Dekadenz<\/strong> und ist mein Favorit auf <strong>Between Shades And Shadows<\/strong>.<br><br>Hatte ich eben noch geschrieben, dass <strong>P<\/strong> gern noch \u00f6fters seinen Gesang beisteuern d\u00fcrfte? Bei <strong>The Oathbreakers <\/strong>wird der Wunsch noch nicht erf\u00fcllt, aber beim letzten Song <strong>So All Adore Me<\/strong> darf <strong>P<\/strong> noch mal kurz in die rauen Screams von <strong>J<\/strong> einsteigen. So schlie\u00dft das Album aber zumindest genauso rasant, wie es begonnen hat, und die knapp 40 Minuten sind genauso rasant vergangen.<\/p>\n\n\n\n<p><br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jetzt fragt ihr euch wahrscheinlich, warum wir ein Review zu einem Album aus dem Jahr 2020 schreiben. Ganz einfach: das Album wurde jetzt von Schattenpfade in einer speziellen Vinyl-Edition, limitiert auf 108 Exemplare, erneut aufgelegt. 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