{"id":6966,"date":"2022-04-16T17:10:00","date_gmt":"2022-04-16T15:10:00","guid":{"rendered":"https:\/\/sylb.eu\/?p=6966"},"modified":"2022-04-16T16:52:39","modified_gmt":"2022-04-16T14:52:39","slug":"mortal-hatred-odyssey","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/zora-mediaart.de\/sylb\/mortal-hatred-odyssey\/","title":{"rendered":"Mortal Hatred &#8211; Odyssey"},"content":{"rendered":"\n<p>Es ist tats\u00e4chlich schon knapp vier Jahre her, dass ich <strong>Mortal Hatred<\/strong> zum letzten Mal live erlebt habe. Im Juli 2018 spielten sie in Dinslaken eine ihrer energiegeladenen Shows, und ich habe wieder mal nur staunend vor der B\u00fchne gestanden, und die Flitzefinger an den Saiteninstrumenten und <strong>Kai<\/strong> an den Drums bewundert. Die haben mit ihren coolen Riffings und <strong>Kai<\/strong> mit Blastbeats und Doublebase die Songs vorangetrieben und auch <strong>Freddy<\/strong> irgendwann den Schwei\u00df nicht nur auf die Stirn getrieben. Mittlerweile darf man die im Jahr 2006 gegr\u00fcndete Band wohl zu Recht als Urgestein der (Melodic) Death Metal-Szene bezeichnen. Nach drei Alben (aus den Jahren 2009, 2010 und 2014) sowie der <strong>The Takeover<\/strong>-Split EP mit <strong>Call Of Charon<\/strong> aus 2015 lieferten die M\u00e4nner dann im Jahr 2018 noch den Song <strong>Die Nixe Vom M\u00fchlenweiher<\/strong>. Da hatten die Arbeiten am Album, wenn ich mich recht entsinne, schon begonnen, und gut Ding will ja Weile haben.<br><br>Dann kam endlich die Nachricht, dass das Album zur Ver\u00f6ffentlichung bereit sei, und am 08.04. war es soweit, dass <strong>Odyssey<\/strong> das Licht der Welt erblickt hat. Mit 14 Tracks kommt das Album auf eine Spielzeit von ungef\u00e4hr 65 Minuten. Das h\u00e4tte wohl auch auf einen Silberling gepasst, aber den drei Tracks mit &#8222;Violence&#8220; im Titel haben <strong>Mortal Hatred<\/strong> eine eigene CD geg\u00f6nnt, und so d\u00fcrfen <strong>Godzilla<\/strong>, <strong>T-Rex<\/strong> und <strong>Xenomorph<\/strong> (alias <strong>Alien<\/strong>) hier ihr Unwesen treiben. Das erinnert mich fast ein wenig an <strong>Jurassic Park<\/strong>, wo das riesige Gel\u00e4nde von einem hohen Zaun umgeben war, der sich ja aber auch als nicht un\u00fcberwindbar herausstellte. <strong>Godzilla<\/strong> fand sich bereits auf der Split-EP mit <strong>Call Of Charon<\/strong>, und auch <strong>Die Nixe Vom M\u00fchlenweiher<\/strong> hat nat\u00fcrlich ihren Platz auf <strong>Odyssey<\/strong> gefunden. Von Resteverwertung w\u00fcrde ich hier aber definitiv nicht sprechen, denn die Songs reihen sich problemlos in das musikalische Gewitter ein, das <strong>Mortal Hatred<\/strong> auf <strong>Odyssey<\/strong> entfachen. Da passt das Cover dann wie A\u2026 auf Eimer!<br><br>Dass das ruhige Intro <strong>Time Was Passing By<\/strong> fast zwei Minuten dauert, \u00fcberrascht mich ein wenig, aber da haben die M\u00e4nner dann live genug Zeit, sich auf der B\u00fchne aufzubauen. Mit dem Song, der so hei\u00dft wie die Band, n\u00e4mlich <strong>Mortal Hatred<\/strong>, setzen sie gleich mal ein fettes Ausrufezeichen. Und <strong>Freddy<\/strong> k\u00fcndigt es an <em>&#8222;\u2026we set the sails, our ship is on course, the ropes are strong\u2026together we follow our destiny\u2026&#8220;<\/em>. Auf <strong>Odyssey<\/strong> bleiben <strong>Mortal Hatred<\/strong> immer auf Kurs und liefern sehr geilen (Melodic) Death Metal \/ Deathcore, bei dem mir immer mal wieder Bandnamen wie (alte) <strong>In Flames<\/strong> oder auch <strong>Heaven Shall Burn<\/strong> einfallen. Dabei schaffen es die M\u00e4nner, das Beste aus dem <strong>Gothenburg<\/strong>-Stil als Basis zu nehmen und darauf ihren eigenen Sound zu setzen. Oft treffen sich die Gitarren zu unfasslichen Twin-Guitar-Spielen, bevor sie sich wieder trennen und <strong>Setzer<\/strong> und <strong>Matze<\/strong> sich die Licks, Riffs und Melodien gegenseitig zuspielen. Wie wunderbar sie dabei von <strong>Felix<\/strong> und <strong>Kai<\/strong> begleitet werden, zeigt sich \u2013 nicht nur, aber auch \u2013 in den vielen Tempowechseln, die mich \u00fcber die gesamte Spielzeit mit uneingeschr\u00e4nkter Aufmerksamkeit dranbleiben lassen. Da gibt&#8217;s Hochgeschwindigkeits-Geschreddere mit Blastbeats und Doublebase genauso, wie Midtempo-Parts und fiese Breakdowns, bei denen es mich nicht mehr an der Tastatur h\u00e4lt. \u00a0<br><br>Bei drei Songs wechseln <strong>Mortal Hatred<\/strong> auch in die deutsche Sprache und erz\u00e4hlen in <strong>Altenberg<\/strong> die Geschichte der Stadt im Erzgebirge, die fr\u00fcher f\u00fcr ihren Zinnerzbergbau bekannt und eine der gr\u00f6\u00dften Zinnlagerst\u00e4tten Mitteleuropas war. Hier haben sie sich noch Unterst\u00fctzung von <strong>S\u00f6ren<\/strong> (<strong>Slab Strike<\/strong>) geholt. Die Geschichte in <strong>Die Nixe Vom M\u00fchlenweiher<\/strong> k\u00f6nnte so oder leicht abgewandelt zu allen Zeiten passiert sein, handelt sie doch von Betrug, Verrat und Tod. Auch bei <strong>Der Letzte Tag<\/strong> hatten <strong>Mortal Hatred<\/strong> Besuch im Studio, hier ist <strong>Daniel<\/strong> von <strong>KALT<\/strong> mit am Start. Ebenfalls mit einem Feature wartet <strong>Raindance<\/strong> auf, n\u00e4mlich mit <strong>Rainer Nyg\u00e5rd<\/strong> von <strong>Diablo<\/strong>. Da haben sich <strong>Mortal Hatred<\/strong> genau die Richtigen ausgesucht, denn alle drei passen zum Gesang, oder besser gesagt zu den Shouts und Growls von <strong>Freddy<\/strong>, und sie k\u00f6nnen sich in den drei Songs gegenseitig ordentlich pushen. Das funktioniert in allen Sprachen, wobei ich es in einer Welt, in der ich allein schon beruflich ohne Englisch nicht mehr auskomme, immer wieder cool finde, auch mal was in meiner Muttersprache zu h\u00f6ren, was nicht von <strong>Adel Tawil<\/strong> &amp; Co. stammt.<br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist tats\u00e4chlich schon knapp vier Jahre her, dass ich Mortal Hatred zum letzten Mal live erlebt habe. Im Juli 2018 spielten sie in Dinslaken eine ihrer energiegeladenen Shows, und ich habe wieder mal nur staunend vor der B\u00fchne gestanden, und die Flitzefinger an den Saiteninstrumenten und Kai an den Drums bewundert. 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