{"id":5144,"date":"2022-01-07T16:30:00","date_gmt":"2022-01-07T15:30:00","guid":{"rendered":"https:\/\/sylb.eu\/?p=5144"},"modified":"2022-01-03T18:30:37","modified_gmt":"2022-01-03T17:30:37","slug":"v-haze-miasma-nebula-ep","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/zora-mediaart.de\/sylb\/v-haze-miasma-nebula-ep\/","title":{"rendered":"V\/Haze Miasma \u2013 Nebula (EP)"},"content":{"rendered":"\n<p>Nachdem ich die Mannheimer Band <strong>V\/Haze Miasma<\/strong> im vergangenen Jahr mit ihrem 2020er Deb\u00fctalbum <strong>agenda:endure<\/strong> entdeckt habe, war ich, wie alle anderen Fans wohl auch, sehr gespannt, wann es wohl wieder neue Songs von den Jungs geben w\u00fcrde. Aber gutes Songwriting braucht nat\u00fcrlich seine Zeit, und das wohl ganz besonders, wenn man sich in der Schnittmenge von Progressive Metal, Post Metal und Post Black Metal bewegt. Im vergangenen November war es dann endlich soweit, und die Jungs, die bei <strong>V\/Haze Miasma<\/strong> unter ihren Pseudonymen <strong>Atmosphere<\/strong>, <strong>Shine<\/strong>, <strong>Wisdom<\/strong> und <strong>Roar<\/strong> agieren, haben einen ersten Trailer zur anstehenden EP <strong>Nebula<\/strong> ver\u00f6ffentlicht. Darauf finden sich drei Tracks, wovon zwei neu sind. Bei dem dritten Track handelt es sich um eine ganz spezielle Version des Songs <strong>Hubris<\/strong> vom Album <strong>agenda:endure<\/strong>. Der Song kommt hier als <strong>Hubris Redux<\/strong> nur mit Piano und Clean Vocals daher.<br><br>Bereits angek\u00fcndigt haben die Jungs, dass diese EP zum einen die logische Fortsetzung von <strong>agenda:endure<\/strong>, zum anderen aber auch so eine Art Vorstufe f\u00fcr das n\u00e4chste Album ist. Die Arbeiten daran sind wohl schon gut vorangeschritten, und wenn man sich die zwei neuen Tracks auf <strong>Nebula<\/strong> anh\u00f6rt, haben die Jungs ihre Rezeptur im Grundprinzip beibehalten und nur hier und da ein wenig Feintuning betrieben. Und warum sollten sie auch gro\u00dfartige \u00c4nderungen vornehmen? Die musikalischen Welten, die sie gemeinsam mit dem H\u00f6rer bereits auf <strong>agenda:endure<\/strong> betreten haben, sind ja nur ein Beleg daf\u00fcr, dass der uralte Spruch &#8222;Gegens\u00e4tze ziehen sich an&#8220; nach wie vor auch f\u00fcr die Musik gelten kann.<br><br>Mit der recht vertr\u00e4umt klingenden Leadgitarre, die <strong>Nebula<\/strong> einleitet, k\u00f6nnte man vermuten, dass es eher in Richtung Post Rock, vielleicht auch Doom, geht. Aber schon bald gesellt sich die Rhythmusgitarre dazu, erste Black Metal-artige Schreie wabern im Hintergrund. Bei denen bleibt es auch, was den Gesang betrifft, und dieser Post Metal-Track nimmt zwar ein wenig Fahrt auf, kommt aber ohne Worte aus. Auch <strong>Hypocrite! &#8230;Another Vicious Grimace<\/strong> scheint mit seinem repetitiven Intro im z\u00e4hfl\u00fcssigen Doom-Morast wandeln zu wollen. Aber der Song ist acht Minuten lang, da bleibt ihm noch genug Zeit, sich in seiner ganzen Pracht zu entfalten. Und so findet man sich dann auch wenig sp\u00e4ter in den eiskalten Gefilden des (Post) Black Metal wieder. Der funktioniert \u00fcbrigens nicht nur mit dem kr\u00e4chzenden Gesang, den <strong>V\/Haze Miasma<\/strong> hier auffahren, sondern genauso gut mit den Clean Vocals, die sich teilweise fast schon zu hymnischen Parts erheben. Blastbeats und Doublebase d\u00fcrfen nat\u00fcrlich genauso wenig fehlen, wie die pfeilschnellen Riffs der Gitarrenfraktion. Und auch, wenn das Tempo schon bald wieder rausgenommen wird, bin ich vor allem beeindruckt davon, in welchem Kontrast die verschiedenen Gesangsstile stehen und doch so wunderbar miteinander harmonieren. Ein ganz klein wenig erinnern mich <strong>V\/Haze Miasma<\/strong> hier an <strong>Borknagar<\/strong>, die mit ihrem Album <strong>Winter Thrice<\/strong> aus dem Jahr 2016 in \u00e4hnlichen Gefilden unterwegs waren. <strong>V\/Haze Miasma<\/strong> selbst nennen im \u00dcbrigen auch gern Bandnamen wie <strong>Solstafir<\/strong>, <strong>Ghost Brigade<\/strong> oder <strong>Swallow The Sun<\/strong>. An den Song <strong>The Vicious Grimace<\/strong> vom Album <strong>agenda:endure<\/strong> erinnert hier \u00fcbrigens nur wenig, auch wenn der Songtitel anderes andeuten mag.<br><br>Wie gern <strong>V\/Haze Miasma<\/strong> mit Kontrasten und scheinbaren Gegens\u00e4tzen arbeiten, beweisen sie auch mit der &#8222;akustischen&#8220; Version von <strong>Hubris<\/strong>, die hier, wie bereits erw\u00e4hnt, als <strong>Hubris Redux<\/strong> nur mit Piano und Clean Vocals auftritt. F\u00fcr mich schie\u00dfen sie mit dieser Version tats\u00e4chlich den Vogel ab. Ich war wirklich sehr skeptisch, muss allerdings auch dazu sagen, dass ich nicht wusste, welche M\u00f6glichkeiten sich mit einem Klavier und auch mit dem geschickten Timing im Gesang ergeben. Beibehalten konnten die Jungs zumindest schon mal den tiefen Sologesang, den gibt&#8217;s in <strong>Hubris<\/strong> auch. Die Soundw\u00e4nde, die sich in <strong>Hubris<\/strong> zu kr\u00e4chzendem Gesang und m\u00e4chtigen Gitarren emporheben, haben <strong>V\/Haze Miasma<\/strong> hier wunderbar durch mehrstimmigen Gesang und\/oder den Einsatz eines Backgroundchores in Szene gesetzt. Von &#8222;ersetzt&#8220; kann man nicht sprechen, denn auch <strong>Hubris Redux<\/strong> kommt sehr dynamisch daher.<br><br>Zum Titelsong <strong>Nebula<\/strong> haben <strong>V\/Haze Miasma<\/strong> passend zur Ver\u00f6ffentlichung der EP heute via <strong>Supreme Chaos Records<\/strong> auch ein Video ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n\n\n\n<p><br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachdem ich die Mannheimer Band V\/Haze Miasma im vergangenen Jahr mit ihrem 2020er Deb\u00fctalbum agenda:endure entdeckt habe, war ich, wie alle anderen Fans wohl auch, sehr gespannt, wann es wohl wieder neue Songs von den Jungs geben w\u00fcrde. 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