{"id":5045,"date":"2021-12-22T18:30:00","date_gmt":"2021-12-22T17:30:00","guid":{"rendered":"https:\/\/sylb.eu\/?p=5045"},"modified":"2021-12-21T18:52:07","modified_gmt":"2021-12-21T17:52:07","slug":"misty-route-without-a-trace","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/zora-mediaart.de\/sylb\/misty-route-without-a-trace\/","title":{"rendered":"Misty Route \u2013 Without A Trace"},"content":{"rendered":"\n<p>\u00dcber die griechische Band <strong>Misty Route <\/strong>hatten wir bereits im November <a href=\"https:\/\/zora-mediaart.de\/sylb\/misty-route-mit-video-zum-song-sweet-revenge\/\">geschrieben<\/a>, als das Trio ein Video zum Song <strong>Sweet Revenge<\/strong> ver\u00f6ffentlicht hat. Das ist einer der elf Tracks, die sich auf dem Album <strong>Without A Trace<\/strong> finden. Nach den drei Demos, die die Band seit ihrer Gr\u00fcndung im Jahr 2019 ver\u00f6ffentlicht hat, k\u00f6nnen sie nun also ihr Deb\u00fct-Full-Length-Album pr\u00e4sentieren. Ein Ver\u00f6ffentlichungsdatum 26.12. hatte ich bislang noch nicht, aber in Griechenland wird Weihnachten ja ein wenig anders gefeiert, als bei uns. Wer also hier in Deutschland noch dringend ein Weihnachtsgeschenk braucht, k\u00f6nnte dann auf die <a href=\"https:\/\/mistyroute.bandcamp.com\/releases\"><strong>Bandcamp<\/strong><\/a>-Seite von <strong>Misty Route<\/strong> gehen und die digitale Version des Albums kaufen. Alle anderen k\u00f6nnen einfach die Ruhe am Sonntag nutzen und sich die 11 Songs auf die Lauscher geben.<br><br>Passend zum nebul\u00f6s daherkommenden Cover startet das Album mit dem instrumentalen <strong>Intro<\/strong>, das mit seinen wabernden Synthesizerkl\u00e4ngen den Soundtrack liefert. Neben Gitarre und Gesang hat sich <strong>Lefteris<\/strong> auf <strong>Without A Trace<\/strong> auch noch in einigen Songs um das Tasteninstrument gek\u00fcmmert. Das folgende <strong>Faceless<\/strong> erinnert mich in seinen eher ruhig gehaltenen Passagen ein wenig an <strong>Riverside<\/strong>, und \u00e4hnlich wie <strong>Mariusz Duda<\/strong> kann auch <strong>Lefteris<\/strong> mit einer den H\u00f6rer umschmeichelnden Stimme aufwarten. Aber so eine gewisse Spannung bauen die M\u00e4nner allein schon durch das ziemlich fies klingende pic scratching auf, da geht beim Betrachten des Covers dann gleich das Kopfkino an. Dass <strong>Lefteris<\/strong> auch anders kann, beweist er gleich im folgenden <strong>Sweet Revenge<\/strong>. Der Song punktet bei mir mit seinem Wechsel zwischen den ein wenig vor sich hin m\u00e4andernden Strophen und dem aufbrausenden Chorus. Ich hatte es beim H\u00f6ren gedacht und war auch froh, dass ich mit dieser Meinung nicht allein bin, aber hier darf man dann durchaus mal an <strong>Metallica<\/strong> denken.<br><br>Mit einem ordentlichen Schuss Blues Rock geht&#8217;s in <strong>To The Last Breath<\/strong> weiter, wobei <strong>Misty Route<\/strong> hier wirklich so ziemlich alle Einfl\u00fcsse reingepackt haben, auf die sie sich beziehen. Da gibt&#8217;s dann auch mal einen sehr l\u00e4ssig daherkommenden jazzigen Part, bevor die M\u00e4nner das Gaspedal durchtreten und das Alternative Metal-Gef\u00e4hrt \u00fcber die Piste jagen. Da k\u00f6nnte man den satten Klang der Bassgitarre durchaus mit dem Grollen eines Achtzylinders vergleichen. L\u00e4ssig rollen sie dann mit Blues Rock-Kl\u00e4ngen auf dem Parkplatz aus. <strong>The Stage<\/strong> erinnert mich musikalisch ein wenig an <strong>Alter Bridge<\/strong>, der Text k\u00f6nnte fast autobiografische Z\u00fcge haben. Hier fragen (sich) <strong>Misty Route<\/strong> n\u00e4mlich, wie es ist, endlich selbst auf die B\u00fchne zu steigen, nachdem man seine Idole schon so lange da oben performen gesehen hat. Ber\u00fchrt man das Publikum mit seinen Texten, oder sind die Worte bald vergessen? Wird die Show zum Erfolg oder zum Anfang vom Ende? Um das alles beantworten zu k\u00f6nnen, muss sich der Vorhang heben und man selbst muss rauf auf die B\u00fchne.<br><br>Auch wenn die Songs von <strong>Misty Route<\/strong> alle irgendwie um die f\u00fcnf Minuten rum sind, ist das H\u00f6rvergn\u00fcgen nach wie vor ungebrochen. Da klingt nichts nach unn\u00f6tig in die L\u00e4nge gezogen oder zum zigsten Mal gespielt. Gro\u00dfartige \u00dcberraschungen gab&#8217;s bislang nicht, aber das sind solide Rock-Songs, die mit verschiedenen Einfl\u00fcssen spielen und durchaus mal den Fu\u00df ins Wippen oder den Kopf ins Nicken bringen. Also weiter in der Trackliste. Mit <strong>Ride Alone<\/strong> kommt ein zun\u00e4chst sehr ruhiger Track mit einem sch\u00f6nen Gitarrensolo. Hier passt das Tempo des Songs zum Thema. Da stelle ich mir eine entspannte Autofahrt \u00fcber endlose Highways unterm Sternenhimmel vor \u2013 die M\u00e4nner haben es im Video etwas anders umgesetzt. Dass <strong>Misty Route<\/strong> dann aber doch noch so aufdrehen und ein ziemlich abgedrehtes Solo hinterherschieben, hatte ich nun doch nicht erwartet! \ud83d\ude00<br><br>Bei den Lyrics von <strong>For You<\/strong> hatte ich eigentlich mit einer Ballade gerechnet, denn da geht es wohl um den Verlust des Partners. Aber <strong>Misty Route<\/strong> rocken hier mit sehr coolen Riffs im Midtempo vor sich hin. Sehr sch\u00f6n die Bridge, in der <strong>Lefteris<\/strong> nur von <strong>Kostas<\/strong> am Schlagzeug begleitet wird, der hier \u00fcberwiegend die tief t\u00f6nenden Floor Toms bearbeitet. Und da ich ja gerade von &#8222;Ballade&#8220; schreibe, die kommt jetzt mit <strong>Lost In A Fairytale<\/strong>. Da geht&#8217;s aber nicht um M\u00e4rchen, sondern genau um das Gegenteil, n\u00e4mlich um jemanden, der zu seinen Fehlern und seinen Werten steht und daher allein unterwegs sein muss. Hier kriegen <strong>Misty Route<\/strong> im Chorus dann auch den Albumtitel unter, dieser Einzelg\u00e4nger verschwindet also wohl spurlos. Aber das Album ist noch nicht zu Ende, das folgende <strong>Till Dawn<\/strong> kommt wieder sehr rockig daher. Und wie schon bei einigen der anderen Songs reservieren <strong>Misty Route<\/strong> auch hier immer l\u00e4ngere Abschnitte, bevor es den n\u00e4chsten Wechsel zwischen Mid- und Downtempo gibt. Das sorgt auf jeden Fall f\u00fcr ein entspanntes H\u00f6rvergn\u00fcgen.<br><br>So langsam neigt sich das Album seinem Ende zu, mit <strong>Compass<\/strong> gibt&#8217;s schon den vorletzten Song. Und hatte ich nach der H\u00e4lfte noch geschrieben, dass es auf <strong>Without A Trace<\/strong> keine gro\u00dfartigen \u00dcberraschungen gibt, kriegen <strong>Misty Route<\/strong> mich doch noch. <strong>Compass<\/strong> ist n\u00e4mlich ein Uptempo-Track, bei dem <strong>Misty Route<\/strong> noch einmal die <strong>Metallica<\/strong>-Keule auspacken. Hat da wirklich <strong>Lefteris<\/strong> und nicht <strong>James<\/strong> am Mikro gestanden? Sehr geil! Der Abschlusstrack <strong>Odyssey<\/strong> ist dann der ambitionierteste des Albums. Der nimmt langsam immer mehr Fahrt auf und kommt, vor allem in den letzten zwei instrumental gehaltenen Minuten, sehr progressiv daher. Der Protagonist des Albums sieht am Ende seiner ganz pers\u00f6nlichen Odyssey wohl keine andere M\u00f6glichkeit, als seinem Leben ein Ende zu setzen.<br><br>Da wir das Video zum Song <strong>Sweet Revenge<\/strong> ja schon vorgestellt hatten, gibt&#8217;s hier das zu <strong>Ride Alone<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p><br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00dcber die griechische Band Misty Route hatten wir bereits im November geschrieben, als das Trio ein Video zum Song Sweet Revenge ver\u00f6ffentlicht hat. Das ist einer der elf Tracks, die sich auf dem Album Without A Trace finden. 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