{"id":4365,"date":"2021-10-20T17:30:00","date_gmt":"2021-10-20T15:30:00","guid":{"rendered":"https:\/\/sylb.eu\/?p=4365"},"modified":"2021-10-20T15:59:58","modified_gmt":"2021-10-20T13:59:58","slug":"social-breakdown-epitaph","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/zora-mediaart.de\/sylb\/social-breakdown-epitaph\/","title":{"rendered":"Social Breakdown \u2013 Epitaph"},"content":{"rendered":"\n<p>\u00dcber die Releaseshow zum Album <strong>Epitaph<\/strong>, die am 15.10. im <strong>Der Club<\/strong> in Heiligenhaus stattfand, haben wir ja schon berichtet. Heute soll es nun um das Album selbst gehen, das mit seinen 14 Tracks auf eine Spielzeit von knapp 44 Minuten kommt. Knapp zwei Jahre haben die Jungs von <strong>Social Breakdown <\/strong>daran gearbeitet, und wenn ich \u00fcberlege, dass sie die Releaseshow f\u00fcr ihr letztes Album <strong>SN\u00d8<\/strong> im Jahr 2019 gespielt haben, m\u00fcssen sie wohl kurz danach schon wieder losgelegt haben. Damals waren Metalcore-Einfl\u00fcsse schon un\u00fcberh\u00f6rbar, die brechen auch nach wie vor immer wieder durch.<br><br>Den gr\u00f6\u00dften Anteil an den Arbeiten zur CD, die in einer sch\u00f6n gestalteten Klapph\u00fclle mit 12seitigem Booklet zum Fan kommt, hatte sicherlich <strong>Antoine<\/strong>. Der hat nicht nur alle Songs geschrieben, sondern war auch gemeinsam mit <strong>Ingo Thus<\/strong> f\u00fcr die Aufnahmen zust\u00e4ndig und hat den Mix \u00fcbernommen. Gemastert wurde das Album von <strong>Fabian Tormin<\/strong> in den <strong>Pl\u00e4tlin Studios<\/strong>. Bei den Songs selbst hatten <strong>Social Breakdown<\/strong> Unterst\u00fctzung von <strong>Phasenmensch<\/strong> (<strong>Alpha<\/strong>), <strong>Jan-Dirk Platek<\/strong> (<strong>Passage<\/strong>) sowie <strong>Alexander Kerski<\/strong>, der bei <strong>The Colour Of Letting Go<\/strong> Guest Vocals beisteuert, und <strong>Sabrina Kaufmann<\/strong>, die ebenfalls zus\u00e4tzliche Gesangsparts \u00fcbernommen hat. Wenn ich mir dann noch \u00fcberlege, wie gro\u00df die Einschr\u00e4nkungen im vergangenen Jahr waren, kann ich meinen Hut gar nicht tief genug ziehen vor dem Durchhalteverm\u00f6gen, das <strong>Social Breakdown<\/strong> an den Tag gelegt haben, um <strong>Epitaph<\/strong> zu vollenden.<br><br>Aber genug der Worte zum Drumherum und hinein in die 44-min\u00fctige Achterbahnfahrt der Gef\u00fchle. Nach dem ruhigen, instrumentalen und sehr elektronischen <strong>Alpha<\/strong> geht\u2019s dann auch gleich mit <strong>No Amnesia<\/strong> richtig zur Sache. Im Uptempo prescht der Song zun\u00e4chst vorw\u00e4rts, und mit den teilweise etwas heiser klingenden Growls von <strong>Luis<\/strong> erklingen die ersten Worte des Albums <em>&#8222;Did we come this far just to see our future swallowed by catatonia\u2026&#8220;<\/em>. Und bereits mit <strong>No Amnesia<\/strong> spielen <strong>Social Breakdown<\/strong> so ziemlich alle Tr\u00fcmpfe aus, die sie auf der Hand haben und zeigen, dass sie ein eingespieltes Quartett sind. Als Schlagzeugfan bin ich nat\u00fcrlich begeistert von <strong>Davids<\/strong> Spiel, kann aber ebenso wenig umhin, die gro\u00dfartigen Fertigkeiten, die <strong>Antoine<\/strong> an der Gitarre pr\u00e4sentiert, anzuerkennen. Bereits bei der Releaseshow hat sich <strong>Jonathan<\/strong> am Bass immer ein wenig zur\u00fcckhaltend gezeigt, aber nat\u00fcrlich ist kein Song von <strong>Social Breakdown<\/strong> ohne sein pr\u00e4zises Spiel denkbar. Und so veranstalten die vier in den Songs auf <strong>Epitaph<\/strong> einen wilden Ritt zwischen Up- und Downtempo, pr\u00e4sentieren ruhige Bridges genauso, wie coole Breakdowns.<br><br>Im Takte ausz\u00e4hlen war ich noch nie gut, aber 4\/4 findet auf <strong>Epitaph<\/strong> wohl eher sehr selten statt. Der Beginn von <strong>Day Of The Sun<\/strong> ist daf\u00fcr ein gutes Beispiel. Wenn er denn \u00fcberhaupt einem Takt folgt, dann wahrscheinlich einem, den <strong>Social Breakdown<\/strong> selbst erfunden haben. Immer wieder blitzen gro\u00dfartige Melodien aus dem teilweise chaotischen Soundkonstrukt hervor, manchmal geht der Metalcore \u00fcber in djentige Atmosph\u00e4ren. Mit <strong>Reflections Of Kyknos<\/strong> g\u00f6nnen <strong>Social Breakdown<\/strong> dem H\u00f6rer dann mal eine Art Ruhepause. Der Song nimmt die Stimmung aus <strong>Alpha<\/strong> auf, kommt wieder sehr ruhig, instrumental und sehr elektronisch daher. Sehr geil gemacht, wie das folgende <strong>Apeiron<\/strong> dies zun\u00e4chst aufnimmt und fortf\u00fchrt, bevor <strong>Social Breakdown<\/strong> das Tempo wieder mal versch\u00e4rfen und so etwas wie eine Wall Of Sound aufbauen. Bei <strong>The Colour Of Letting Go<\/strong> hat ja <strong>Alexander Kerski<\/strong> Guest Vocals \u00fcbernommen. Die gibt&#8217;s dann in Form von sehr geilen Screams, sein Anteil h\u00e4tte gern auch noch ein wenig gr\u00f6\u00dfer sein d\u00fcrfen. Nicht ganz so chaotisch geht es bei <strong>Neon<\/strong> zu, der Track kommt sehr ruhig, teilweise fast schon schleppend aus den Boxen.<br><br>Als Post Rock-Fan kommt dann f\u00fcr mich ein wahres Gourmeth\u00e4ppchen, n\u00e4mlich <strong>Passage<\/strong>. Das ruhige Instrumental erinnert mich mit den sch\u00f6nen Keyboardkl\u00e4ngen an meinen Lieblingssong der Band <strong>Caspian<\/strong>, n\u00e4mlich <strong>Sad Heart Of Mine<\/strong>. Und dann ist auch schon das Ende von <strong>Epitaph<\/strong> erreicht. Mit <strong>Alpha<\/strong> ist das Album sehr ruhig und sehr elektronisch gestartet, <strong>Omega<\/strong> spinnt diesen Faden, der ja schon von <strong>Reflections Of Kyknos<\/strong> wieder aufgenommen wurde, weiter. Allerdings gibt es hier auch (Sprech)Gesang, und der H\u00e4rtegrad wird in den schleppenden Downtempo-Passagen noch einmal ordentlich angezogen. Einen besseren Abschluss k\u00f6nnte ich mir tats\u00e4chlich nicht vorstellen.<br><\/p>\n\n\n\n<p><br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00dcber die Releaseshow zum Album Epitaph, die am 15.10. im Der Club in Heiligenhaus stattfand, haben wir ja schon berichtet. Heute soll es nun um das Album selbst gehen, das mit seinen 14 Tracks auf eine Spielzeit von knapp 44 Minuten kommt. 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