{"id":4008,"date":"2021-09-30T10:26:47","date_gmt":"2021-09-30T08:26:47","guid":{"rendered":"https:\/\/sylb.eu\/?p=4008"},"modified":"2021-09-30T10:26:50","modified_gmt":"2021-09-30T08:26:50","slug":"wegbier-katerstimmung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/zora-mediaart.de\/sylb\/wegbier-katerstimmung\/","title":{"rendered":"Wegbier &#8211; Katerstimmung"},"content":{"rendered":"\n<p>Nachdem ich am vergangenen Wochenende zwei Tage lang an den <strong>Pestspielen 1.1<\/strong> teilnehmen durfte, komme ich so langsam auf den Geschmack, was Punk und Punkrock angeht. \ud83d\ude00 Da passt es ja ganz gut, dass hier noch \u2013 zugegebenerma\u00dfen schon seit l\u00e4ngerem, sorry f\u00fcr die Verz\u00f6gerung \u2013 das neue Album der Aachener Punkrocker von <strong>Wegbier<\/strong> liegt. Das hei\u00dft <strong>Katerstimmung<\/strong>, wurde bereits vor \u00fcber einem Monat, n\u00e4mlich am 20.08., ver\u00f6ffentlicht und bringt insgesamt 15 Tracks mit, die \u00fcber die Spielzeit von ungef\u00e4hr 45 Minuten lang f\u00fcr ordentlich Stimmung sorgen. <strong>Katerstimmung<\/strong> ist nach zwei Alben und einer EP das vierte Werk der im Jahr 2012 gegr\u00fcndeten Band, die auch schon mit Bands wie <strong>Slime<\/strong>, <strong>Die Kassierer<\/strong> oder den <strong>Excrementory Grindfuckers<\/strong> die B\u00fchnen geteilt hat. Das Album mussten <strong>Wegbier<\/strong> \u00fcbrigens zu viert einspielen, da ihr letzter Schlagzeuger des Studiums wegen umgezogen ist und dementsprechend seinen Platz hinter der Schie\u00dfbude ger\u00e4umt hat. Wenn man aber mit zwei Gitarristen ausgestattet ist, die auch Schlagzeug spielen k\u00f6nnen, ist das f\u00fcr Albumaufnahmen schon sehr hilfreich. Und wenn die Jungs von <strong>Wegbier<\/strong> f\u00fcr ihre Liveshows keine &#8222;Aushilfe&#8220; finden, wird halt nur mit einer Gitarre gespielt und der Kollege setzt sich ans Schlagzeug. So ist es auch zu erkl\u00e4ren, dass bei den Infos zur Bandbesetzung bei &#8222;Schlagzeug&#8220; aktuell nur &#8222;??&#8220; stehen kann. Wer sich berufen f\u00fchlt, gern bei Wegbier melden! \ud83d\ude09<br><br>Mit dem ersten Track <strong>Blut Der Stra\u00dfe<\/strong> legen <strong>Wegbier<\/strong> gleich mal ordentlich Tempo vor. Aber ich hab&#8217;s ja bei den <strong>Pestspielen<\/strong> erlebt, wie ausdauernd das Publikum bei Punk-\/Punkrockshows beim pogen ist. So wird es sicherlich auch noch f\u00fcr die anderen Songs in diesem Tempobereich, wie <strong>Sch\u00f6nes Neues Jahr<\/strong>, <strong>\u00dcberwachungsstaat<\/strong> oder <strong>Sehnsucht<\/strong>, sehr viel Bewegung vor der B\u00fchne geben. Aber die Jungs von <strong>Wegbier<\/strong> k\u00f6nnen auch anders, und da kommt dann teilweise auch die Posaune mit ins Spiel. Gleich der zweite Track, <strong>Keine Liebe<\/strong>, ist f\u00fcr mich so eine Art Zeitreise in die Vergangenheit, als <strong>The Clash<\/strong> ihren wohl bekanntesten Song <strong>London Calling<\/strong> herausbrachten. <strong>Regieren<\/strong> kann mit einer sch\u00f6nen ruhigen Bridge aufwarten, und bei <strong>Rastafariman<\/strong> ist der Name Programm. Sehr cooler Mix aus Reggae, Ska und Punkrock! <strong>Sturzflug<\/strong> kommt mit sch\u00f6nen Tempowechseln zwischen Mid- und Uptempo daher, auch <strong>Anarchie<\/strong> mit seiner treibenden Posaune schl\u00e4gt in diese Kerbe. Den Satz <em>&#8222;Ich bin das Chaos, sch\u00f6nen guten Tag&#8220;<\/em> finde ich \u00fcbrigens gro\u00dfartig! \ud83d\ude00<br><br><strong>Marie<\/strong> erinnert mich sehr an die glorreichen Zeiten von <strong>Madness<\/strong>. Deren Album <strong>One Step Beyond<\/strong> aus dem Jahr 1979 (!!) hat schon viele Umz\u00fcge mitgemacht und findet sich immer noch unbesch\u00e4digt in meiner Vinylsammlung. Und wie schon teilweise <strong>Madness<\/strong> legen auch <strong>Wegbier<\/strong> hier so etwas wie einen Big Band-Sound aufs Parkett, der f\u00fcr ordentlich Stimmung sorgen kann. \u00dcberraschen k\u00f6nnen mich <strong>Wegbier<\/strong> dann aber doch noch, dem Song <strong>Letzte Zigarette<\/strong> w\u00fcrde ich n\u00e4mlich den Shanty-Stempel aufdr\u00fccken. Den hatte ich f\u00fcr ein Review zu einem Punkrock-Album bislang noch in der Schublade gelassen. Da kann er aber auch wieder rein, denn von den letzten f\u00fcnf Songs legen vier wieder ordentlich Tempo vor und verlangen der pogenden Meute vor der B\u00fchne noch einmal alles ab. Aber egal, in welchem Tempobereich oder in welchem Genre sich <strong>Wegbier<\/strong> bewegen, markant ist auf jeden Fall der raue Gesang, der nach durchzechter Nacht mit zu vielen Zigaretten klingt, womit wir wieder beim Albumtitel w\u00e4ren.<br><\/p>\n\n\n\n<p><br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachdem ich am vergangenen Wochenende zwei Tage lang an den Pestspielen 1.1 teilnehmen durfte, komme ich so langsam auf den Geschmack, was Punk und Punkrock angeht. \ud83d\ude00 Da passt es ja ganz gut, dass hier noch \u2013 zugegebenerma\u00dfen schon seit l\u00e4ngerem, sorry f\u00fcr die Verz\u00f6gerung \u2013 das neue Album der Aachener Punkrocker von Wegbier liegt. 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