{"id":3771,"date":"2021-09-15T17:39:19","date_gmt":"2021-09-15T15:39:19","guid":{"rendered":"https:\/\/sylb.eu\/?p=3771"},"modified":"2021-09-15T17:45:52","modified_gmt":"2021-09-15T15:45:52","slug":"when-at-night-weltanschauung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/zora-mediaart.de\/sylb\/when-at-night-weltanschauung\/","title":{"rendered":"When At Night &#8211; Weltanschauung"},"content":{"rendered":"\n<p>Es ist tats\u00e4chlich schon knapp sieben Jahre her, dass die Band <strong>Andsolis<\/strong> mich mit ihrem Deb\u00fctalbum <strong>Vigil<\/strong> derma\u00dfen umgehauen hat, dass ich in meinem Review tats\u00e4chlich die H\u00f6chstnote 10 von 10 Punkten vergeben habe. Das ist ein Meisterwerk des Progressive Death Metal, und ich war sehr gespannt, was da noch so kommen w\u00fcrde. Leider hat sich die Band schon nach diesem einen Album wieder aufgel\u00f6st. Jetzt hat sich aber nach all diesen Jahren tats\u00e4chlich <strong>Simon<\/strong> bei mir gemeldet und seine neue Band <strong>When At Night<\/strong> vorgestellt, wobei &#8222;neu&#8220; relativ ist, denn die Bandgr\u00fcndung fand bereits im Jahr 2018 statt. Nachdem im Jahr 2019 einige Demos ver\u00f6ffentlicht wurden, die man sich auf der <strong><a href=\"whenatnight.bandcamp.com\">Bandcamp<\/a><\/strong>-Seite von <strong>When At Night <\/strong>anh\u00f6ren kann, spielten die Jungs diverse Shows, bevor dann im vergangenen Jahr die Zwangspause kam. Die wurde aber f\u00fcr die Arbeiten am Deb\u00fctalbum <strong>Weltanschauung <\/strong>genutzt, das am 24.09. ver\u00f6ffentlicht wird. Zwei der Demos aus 2019 haben die Jungs wohl noch einmal angepackt, <strong>Past Silent Lament<\/strong> und <strong>The Wretched Nothing<\/strong> finden sich n\u00e4mlich auch auf <strong>Weltanschauung<\/strong>.<br><br>Das &#8222;Intro&#8220; <strong>Altlast<\/strong> l\u00e4sst noch nicht erahnen, was in den n\u00e4chsten knapp 40 Minuten passieren wird. Man k\u00f6nnte fast auf Doom tippen, aber im Hintergrund schl\u00e4gt <strong>Lukas<\/strong> schon regelm\u00e4\u00dfig auf die Toms. Die Spannung steigt und entl\u00e4dt sich dann in den Riffs, mit denen der Uptempo-Kracher <strong>Philistine<\/strong> loslegt. Gab es bei <strong>Andsolis<\/strong> noch zwei S\u00e4nger, von denen einer f\u00fcr die Clean Vocals zust\u00e4ndig war, ist es hier allein <strong>Patrick<\/strong>, der mit einem erfreulich breiten Stimmvolumen ausgestattet ist. Seine leicht heisere Stimme erinnert mich ein wenig an <strong>Mikael Stanne<\/strong> von <strong>Dark Tranquillity<\/strong>, und auch musikalisch blitzt der Gothenburg Metal der alten Schule immer mal wieder durch. <strong>Quietus<\/strong> legt tempom\u00e4\u00dfig nochmal eine Schippe drauf und kann auch neben tiefer gestimmten Saiteninstrumenten mit sch\u00f6nem Gitarrenspiel, Soli inklusive, punkten. Auch mit wohl gesetzten Rhythmus- und Tempowechseln k\u00f6nnen die Jungs aufwarten, das l\u00e4sst Langeweile gar nicht erst aufkommen und gibt auf jeden Fall einen Extrapunkt f\u00fcrs Songwriting.<br><br>Sind genau diese Tempowechsel bislang noch eher unauff\u00e4llig, werden die Kontraste beim l\u00e4ngsten Track des Albums, <strong>Past Silent Lament<\/strong>, schon gr\u00f6\u00dfer. Das zerst\u00f6rt den Songfluss aber nicht, denn das Schema, dem sie folgen, erschlie\u00dft sich recht schnell und zieht sich, abgesehen von einer ruhigen Bridge, durch die gesamten fast sieben Minuten. Langsame Tracks sind die Sache von <strong>When At Night<\/strong> nicht, <strong>Yonder<\/strong> nimmt nicht nur tempom\u00e4\u00dfig den Faden von <strong>Quietus<\/strong> wieder auf. Hier g\u00f6nne ich es mir dann auch immer mal wieder, mehr darauf zu achten, was in der Instrumentenfraktion so abgeht. Die wartet zum wiederholten Mal mit kleinen Schmankerln auf, vor allem, wenn mal wieder die progressive Kelle ausgepackt wird.<br><br>Bei <strong>The Wretched Nothing<\/strong> sind die Tempowechsel wieder extremer. Hier nimmt sich die Instrumentenfraktion in den ruhigen Parts auch tats\u00e4chlich mal was zur\u00fcck, und der Gesang von <strong>Patrick<\/strong> tritt deutlicher in den Vordergrund. Der drittletzte Track des Albums, <strong>Sands Fall<\/strong>, f\u00e4llt f\u00fcr mich ein wenig unter das Niveau der anderen Songs. Die Gitarrenlinie ist mir ein wenig zu melodi\u00f6s, im Vergleich zum restlichen Album fast schon poppig. Ich kann sie jedenfalls beim zweiten Mal schon mitsummen. \ud83d\ude00 Aber diesen kleinen Tiefpunkt gleicht <strong>When At Night<\/strong> mit dem zweitl\u00e4ngsten Song des Albums gleich wieder aus. <strong>High Priests Of Avarice<\/strong> prescht ordentlich nach vorn, wie galoppierende Pferde, und strotzt vor progressiven Elementen. Allein schon wegen der gro\u00dfartigen Arbeit der beiden Gitarristen &#8211; was ein Solo! &#8211; und des Drummers definitiv einer meiner Favoriten vom Album. Mit dem &#8222;Outro&#8220; <strong>Weltanschauung<\/strong> wird es dann doch noch sehr ruhig, und <strong>When At Night<\/strong> packen tats\u00e4chlich auch noch die akustische Gitarre aus.<br><br>Sowohl zu <strong>Yonder<\/strong> als auch zu <strong>Quietus<\/strong> haben <strong>When At Night<\/strong> schon Videos ver\u00f6ffentlicht, ich habe mich f\u00fcr <strong>Quietus<\/strong> entschieden.<br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist tats\u00e4chlich schon knapp sieben Jahre her, dass die Band Andsolis mich mit ihrem Deb\u00fctalbum Vigil derma\u00dfen umgehauen hat, dass ich in meinem Review tats\u00e4chlich die H\u00f6chstnote 10 von 10 Punkten vergeben habe. Das ist ein Meisterwerk des Progressive Death Metal, und ich war sehr gespannt, was da noch so kommen w\u00fcrde. 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